Letztes Konzert der Chicago Hot Six

Es ist die letzte Gelegenheit, ein Konzert der "Chicago Hot Six - Jazzband" zu erleben, welche sich derzeit auf Abschiedstour befindet. Am Freitag, den 24. Oktober 2025 gastiert die Gruppe im Trottensaal von Münchenstein BL. Bandleader, Trompeter und Gründer der Old Time Jazzband, Hansruedi Jordi, sowie der Mitbegründer und Initiant, Kurt von Allmen, konnten Anfang 2025 ihren 80. Geburtstag feiern. "Wir finden: Achtzig Jahre bezw. 65 Jahre Bandtätigkeit sind genug", sagten die beiden und sie verlassen  per Ende dieses Jahres endgültig ihre geliebte Konzertbühne. Zahlreiche Auftritte mit nahmhaften Musikern haben sie im In- und Ausland absolviert.

 

Für die BesucherInnen der Kulturanlässe von Münchenstein ist die Band nicht unbekannt. Der letzte Auftritt im Trottensaal fand vor 6 Jahren statt und man hat ihn in bester Erinnerung. Das Hauptgewicht des Vortrages wird wie am Tag der Bandgründung die Wiedergabe der Aufbruchstimmung der 1920er Jahre sein, als nahezu alle schwarzen Musiker aus New Orleans auswandern mussten weil sie über Nacht den Arbeitsplatz verloren hatten. Grund war die Schliessung des Frenchquarters "Storyville" in New Orleans 1917. Doch die Massnahme, welche auf ein Bundesdekret hin veranlasst wurde, hatte auch ihr Gutes: Die Vermischung der schwarzen Musiker aus New Orleans mit den weissen Studenten aus Chicago erzeugte eine Symbiose und ein neuer Style - der Chicago Jazz - war geboren. Er verbreitete sich rasch bis nach Kanada, Australien und sogar bis nach Japan und Europa. Die Wiederbelebung dieser wunderbaren Musik war auch das Ziel für die Gründung der Chicago Hot Six Jazzband, welche 2010 anlässlich einer Jamsession in Burgdorf BE statt gefunden hatte. Nach 15 Jahren  Konzerttätigkeit  wird die Aera nun beendet. 

Unter dem Slogan "The Renaissance of the 1920s" werden den Jazzfans bestbekannte Titel von Louis Armstrong mit virtuosen Improvisationen geboten. Die Band auf Abschiedstour wird ergänzt durch die beiden Specialguests: Beat Jost cl, (mit Käppi) und Roberto Zanon, dr (Bild rechts). 

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