Ist Trump nun völlig von der Rolle?

Die US-Regierung verurteilte Trumps Äußerung umgehend. "Die Verfassung und alles, wofür sie steht, anzugreifen, ist ein Gräuel für die Seele unserer Nation, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Andrew Bates. 

 

Und einige Demokraten dazu: "Er fordert ein Ende der konstitutionellen Demokratie Amerikas", erklärte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer. "Er ist außer Kontrolle und eine Gefahr für unsere Demokratie." Der Abgeordnete Don Beyer erklärte, Trump habe sich damit "offen zum Feind der Verfassung erklärt".

 

Was ist Sache? Am Wochenende veröffentlichte Donald Trump auf der von ihm gegründeten Social Media Plattform «Truth Social» einen Post und forderte eine Aufhebung der Verfassung und weiterer Gesetze.

Seine Begründung: die angeblich gestohlene Wahl 2020. Um sofort wieder Präsident zu werden, würde er sogar die Verfassung ausser Kraft setzen. Damit geht Donald Trump sogar den eigenen Leuten zu weit.

 

Schlafen eigentlich die Ami's?

 

Donald Trump (77) könnte von den Wahlen 2024 ausgeschlossen werden, meint der demokratische Senator Tim Kaine (65) aus Virginia. «So, wie ich das sehe, diente der Angriff auf das Kapitol an diesem Tag einem bestimmten Zweck und erfolgte zu einem bestimmten Zeitpunkt. Er störte die friedliche Machtübergabe, wie sie in der Verfassung festgelegt ist», sagt der Politiker in einem Interview mit ABC. Und genau deswegen dürfe Trump gar nicht mehr zur Wahl antreten. Kaine bezieht sich dabei auf die US-Verfassung. Gemäss einem Zusatzartikel kann niemand in ein Amt gewählt werden, der an einem Aufstand gegen den Staat teilgenommen oder dazu aufgerufen hat. Falls dem so ist - wie lange brauchen die Ami's eigentlich bis sie alle ihre Gesetztesartikel durchgelesen haben? 

 

Na endlich!

Nachtrag am 29.12.2023: Die Ami's haben einen Gang raufgeschaltet und den früheren Präsidenten Trump in zwei Bundesstaaten von einer weiteren Wahl ausgeschlossen. Das politische Chaos in den USA ist perfekt. Am Donnerstag entschied die oberste Wahlbeamtin des US-Bundesstaats Maine, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat in diesem Bundesstaat nicht an den republikanischen Vorwahlen teilnehmen darf. Derselbe Entscheid ist bereits im Dezember im Bundesstaat Colorado gefallen. Wie sich nun aber herausstellt, setzen beide Bundesstaaten ihre Entscheidung vorerst aus – Trumps Name könnte Anfang Jahr also doch auf den Tickets für die Vorwahlen stehen. Es wird spannend. Und sollte das Grossmaul dann doch noch allem Hin und Her zum Trotz wiedergewählt werden - sind die Ami's selber schuld. Jedes Volk hat den Präsidenten, den es verdient. 

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