Das Parlament auf Klimakurs

Ich bin stolz auf unser neues Parlament, zumindest auf den Teil ohne die SVP. So hat es doch erreicht, dass der Eklat von 2018, als das CO2-Gesetz Bach ab geschickt wurde,  endlich rehabilitiert ist. Mit grosser Mehrheit wurde beschlossen, den CO2-Ausstoss per 2030 auf die Hälfte zu reduzieren. Für das Endziel per 2050, den CO2 Ausstoss auf Netto Null zu bringen, reichen die Massnahmen allerdings nicht, aber man kann nicht alles auf einmal erreichen, denn die SVP hat mit dem Referendum gedroht und man wollte das Fuder nicht gleich überladen. Der Ewig Gestrige "Ins Wasser Gefallene" Wasserfallen, FDP, hat gestrampelt wie ein fisch an der Angel. Doch die grosse Mehrheit der Bürgerlichen stimmte einer Benzinpreiserhöhung von 12 Rappen pro Liter sowie einem Flugticketzuschlag von 30 (Kurzstreckenflug) bezw. 120 Franken (Langstreckenflug) zu. Damit ist die Schweiz auf Klimakurs gemäss Pariserabkommen von 2015. 

 

Die Argumente des SVP Newcomers, Mike Egger, eine 4-köpfige Familie könne sich keinen Ferienflug in die Karibik mehr leisten, zieht für mich nicht. Müssen denn alle Familien mit ihren Kindern nach Übersee fliegen? Wohl kaum. Wir hatten diese Möglichkeit auch nicht. So lange die Kinder schulpflichtig sind, kann man in der Schweiz oder im nahen Europa wunderbare Ferien verbringen. Später, wenn die Kinder erwachsen sind, können die Eltern ihre Reiseträume für sich nachholen und die junge Generation kann auf eigene Kosten in der Welt herum kutschieren. Dass die Flugbranche mit 20 % weniger Fluggästen rechnet, finde ich ist eine Gesundschrumpfung, die unsere Flugmobilität in vernünftige Schranken weist. Es kann ja nicht sein, dass man für 60 Franken nach Portugal fliegt während man für ein Bahnbillet nach Zürich 100 Franken bezahlt. Die Kostenwahrheit hätte schon lange auch ohne Coronakrise korrigiert werden müssen. Hoffen wir,   dass es auch im Ständerat durch geht. 

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