Das neue Dach

Ein neues Dach war überfällig. Von Anfang an war ich mit meiner Konstruktion unzufrieden. Ich wollte einen Auslauf mit drei diversen Bodenbeschaffenheiten. Kommen die Hühner aus dem eigentlichen Schlafstall hinaus, treffen sie als erstes in den Auslauf mit Sand- und Schnitzelboden. Dieser Teil ist gedeckt, nicht nur für die Hühner sondern auch für mich, der das Futter bereitstellt, den Stall ausmistet und den Boden säubert. Die meisten Hühnerhalter misten ihren Stall einmal pro Woche, einmal pro Monat oder gar in grösseren Abständen. Ich habe ein anderes System: Jeden Morgen nehme ich den über die Nacht gesetzten Kot einzeln aus dem Einstreu, das bei mir aus Kurzstroh besteht. Das erledigt sich in zwei Minuten.

Auch im überdachten Schnitzel- und Sandbereich entferne ich bei jedem Besuch das Nötige. Ich kann damit behaupten, dass ich den saubersten Hühnerstall der Welt habe, denn jedes mal wenn ich das Gehege verlasse ist es absolut sauber. Die Arbeitszeit ist fast gleich Null, da sich nichts anhäufen kann. Bei diesen Pflegebesuchen möchte ich natürlich nicht in Wind und Regen stehen. Deshalb das Dach.

Im nächsten Bereich stossen die Hennen dann auf eine zum Schutz vor Greifvögel übernetzte Grasfläche. Der dritte Bereich besteht aus Grasboden und Erdfläche zum Scharren, die mit Schatten spendenden Sträuchern versehen ist. Doch zurück zum Dach:Das erste Dach deckte nur einen Teil und war ein Bitumen-Welldach. Als Laie habe ich natürlich Baufehler gemacht. Es war sozusagen flach (Bild). Lange liegen gebliebener Schnee hat das Bitumen aufgeweicht und es wurde immer undichter.

Das Zweite Dach, bestehend aus Kunststoff-platten, war sehr schwer und leider nicht dicht, dafür sehr teuer. Auch ohne Regen war es oft genässt durch Kondenswasser und durch undichte Zusammenführung der Platten. Diese Platten konnte ich nicht in ausreichen-der Grösse kaufen und musste sie deshalb zusammenstossen. Ich hatte immer Regenwasser im Innenbereich.

Das heute fertiggestellte Dach ist nun perfekt. Es hat zwei Dachschrägen und besteht wieder aus Bitumen-Wellplatten. An den Dachtraufen ist jeweils ein Kupfer-Traufblech montiert für den korrekten Regenwasserablauf, damit das Holz darunter nicht faulen kann. Der gedeckte Auslauf ist gleich gross wie früher, aber mit 6 neuen, gegen Fäulnis druckimprägnierten Pfosten versehen. Die Vorgehensweise: Die neue Bedachung wurde etwas höher über die alte gebaut. Danach konnte ich die frühere darunter entfernen. Die Hühner nahmen es gleichgültig hin. Sie freuten sich wie immer wenn ich draussen bin und nahmen regen Anteil an den Arbeiten, die sie laufend unter Kommentar überpfüften. HRJ

Und so hat es angefangen mit den ersten fünf Zwerghühnchen, einem neuen Stall und einem kleinen Auslauf ohne Überdachung. Danach suchte ich immer mehr Schutz vor Regen und Wind, denn es ist ja nicht immer Sommer in der Schweiz und so heiss wie beim Bau der ersten Anlage.  

Stall für 6 Hühner    Die ersten Fünf      Auslauf ohne Dach  Mein Sohn und ich  Das erste Ei (links)

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