Das Baller-Gen im Rückzug?

06.07.2019 Schon bald haben wir wieder den 1. August, also den Nationalfeiertag der Schweiz. Normalerweise der Tag im Jahr, wo die Patrioten ihre Höchstform erreichen oder der Tag, an dem das Baller-Gen sich hochwiegelt wie der Adrenalinspiegel bei einem Bärenangriff, wo sich die Patri(di)oten in Hochform fühlen und immenses Geld ausgeben für Feuerwerk, das sie dann vor lauter Gier schon verbraucht haben bevor der Festakt überhaupt beginnt. Doch letztes Jahr kam alles anders. Seit Tagen hatten wir grosse Waldbrandgefahr in der Schweiz und viele Kantone haben ein generelles Feuerverbot im Wald und an Waldrändern ausgesprochen. Das Höhenfeuer auf dem Lobärg wurde abgesagt. Die wage ausgesprochenen Warnungen im Kanton Bern hatten immerhin zur Folge, dass erst am Abend vereinzelte Ballermänner ans Werk gingen. Zudem war es schon um Mitternacht vorbei. Was für eine Wohltat gegenüber den vergangenen Jahren.

Am TV sprachen sich Politiker für ein generelles Ballerverbot aus, denn man rechnete damit, dass sich die heissen Sommer jetzt mehren werden. Es scheint, dass der Klimawandel doch existiert und es sich nicht nur um „Wetter“ (Blocher und Trump) handelt. Ein Feuerwerksfabrikant sagte sogar, er wolle Feuerwerk entwickeln, das zwar schöne visuelle Erlebnisse erzeuge aber ohne zu knallen. Wäre dies nicht schön und warum erst jetzt? Die Haustiere wären glücklich darüber. Die meisten Hundebesitzer verreisen über den Feiertag in den Schwarzwald oder nach Österreich, wo nicht geballert wird. Haben die Feuerwerkshersteller Wort gehalten? In wenigen Tagen werden wir es wissen. Schön wärs! HRJ

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Kommentare: 1
  • #1

    Kurt von Allmen (Samstag, 06 Juli 2019 17:58)

    HR
    Genau so, ohne Geballer wäre es auch für Günti‘s Hund, und unseren Kater eine Wohltat.
    Gruß Kurt