Revision der Altersvorsorge

Seit 20 Jahren versucht das Parlament eine Revision der Altersvorsorge zu stande zu bringen. Etwa 10 Revisionen und Gesetzesvorlagen wurden vom Volk Bach ab geschickt. Die jüngste Vorlage des Parlaments ist ein Kompromiss, welcher mit 2 Stimmen der GrünLiberalen erreicht wurde weil man der Ansicht war „lieber eine schlechte Revision als gar keine“. Das ist meiner Ansicht nach ein Scherbenhaufen.

Im Jahre 2030 wird die AHV pleite sein, sagen sowohl die Befürworter wie auch die Gegner der Revision. Es ist klar, dass die fehlende Summe nur aufgebracht werden kann durch Geldleistungen sprich höhere Beiträge oder höheres Pensionsalter. Beides will man aber nicht. Zum höheren Pensionsalter ist zu sagen, dass die Wirtschaft kaum die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen würde im Zeitalter der Digitalisierung. Bleibt also nur die Schröpfung der Einzahlenden sowohl in der AHV wie auch in den Pensionskassen. Das heisst im Klartext für die Arbeitnehmer: „Weniger Lohn“ und für die Arbeitgeber: „Weniger Gewinn“. Reisst euch am Riemen, denn anders wird es nicht gehen. Ich persönlich weiss nicht wie ich stimmen soll weil ich nicht weiss was schlimmer ist - das Ja oder das Nein. 21.09.2017 Ich habe doch ja gestimmt. Die Entscheidung war sehr schwierig. Sowohl Befürworter wie auch die Gegner dieser Revision hatten gute Argumente und nur eine Überlegung verhalf uns zu einem Ja. Ich sagte mir: Ich bin doch ein Arbeitersohn und es kann nicht sein, dass ich im Sinne der FDP oder SVP stimme. Denn die Gründe dieser Wirtschaftsparteien für ein Nein sind klar. 70 Franken mehr AHV für Neurentner bedeutet für sie mehr Beiträge einzahlen und das wollen die von ihnen vertretenen Bosse keinesfalls.Nachtrag: Die Revision wurde mit 53 % Nein-Stimmen abgelehnt. Nun sind wir wieder auf Platz Eins. Bin gespannt, wie lange es dauern wird bis eine neue Vorlage auf dem Tisch ist und was die Nein-Sager neues bringen wollen, was das Volk „fressen“ soll. HRJ

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