Freudentag! Sind sie zu weit gegangen?

Heute ist ein Freudentag. Wir feiern die Geburtstage von Mädi und Janik gleichzeitig in Ersigen im Familienkreis. Diesen Sonntag, den 28. Februar 2016, werde ich auch aus anderem Grund als absoluten Glückstag in Erinnerung behalten. Die SVP hat die Abstimmung über die "Durchsetzungsinitiative" haushoch verloren.

Fast 60 % Nein-Stimmen haben das Ansinnen gnadenlos versenkt. Es ist eine reine Freude, die Gesichter von Köppel, Gut, Amstutz, Rösti etc. zu sehen. Das hämische Grinsen macht Ratlosigkeit Platz. Blocher ist auf Tauchstation gegangen. Ich habe keine Aussage von ihm online gefunden, keine Interwiews. Wo er sich wohl verkrochen hat? In seinem Schloss? Bei seinen Anker-Helgen ? Die Rechnung ist nicht aufgegangen. Der von der SVP immer zitierte - nach meiner Ansicht missbrauchte - Volkswille hat sich geäussert, aber nicht in ihrem Sinne. Eine Zivilgesellschaft ist aufgestanden und hat gesagt: Es ist genug! In vorderster Reihe die "Operation Libero" unter der Führung einer 25-jährigen Studentin. Es ist zu hoffen, dass der Wiederstand auch bei den nächsten Populistenvorhaben weitergeführt wird.

 

Auch die Abstimmung vom 5. Juni 2016 haben die Populisten verloren. Das Referendum gegen die Asylgesetzrevision. Hatte die SVP vorher Jahre lang eine Beschleunigung der Asylverfahren

gefordert, schwenkte sie bei dieser Abstimmung ihre Fahne um 180 Grad. Plötzlich wurde behauptet, eine Verfahrensbeschleunigung erhöhe die Attraktivität und bedeute vermehrt ein Signal einer Willkommenskultur. Die eingeschlossene Rechtsberatung wurde in "Gratisanwälte" umbenannt und man behauptete, man wolle den Schweizern ihr Eigenheim wegnehmen um Asylanten in ihre Häuser einzuquartieren. Der Stumpfsinn kennt keine Grenzen. Uebrigens: Der Asylschreck Glarner von Oberwil-Lieli, wurde zum Asylexperten der Partei ernannt. Köppel wurde zu einer ARD-Talkshow eingeladen und hat dort von einem deutschen Politiker richtig auf die Rübe bekommen. Er machte eine bedenklich schlechte Falle. Von Blocher weit und breit nichts zu hören und zu sehen. Amstutz, Brunner etc. sind ebenfalls in Deckung gegangen und meiden zur Zeit die Kameras wie die Pest.

 

Eine Chance für das alte, abgewählte Schlachtross Mörgeli, endlich wieder einmal im Fernsehen zu kommen. Er versuchte als einziger,  im Talk-Täglich von TeleBärn die Situation zu retten. Im Grossen und Ganzen kann ich mich über die letzten Entwicklungen nur freuen. Das Volk hat gespürt, dass man das Blatt wenden muss. Ich glaube, sie sind zu weit gegangen und hoffe, es geht in diesem Takt weiter. HRJ

 

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